Dienstag, 4. April 2017

Die Nachtmahr 1 Rezension S

Die Nachtmahr - Traumtagebücher


"»Manchmal muss man zur Bösen werden, um das Richtige zu tun.« Liz, die seit dem Tod ihrer Eltern bei ihrer Tante lebt, kommt endlich wieder auf eine normale Schule. Doch ausgerechnet Jonah, der sinnliche Grund für Liz´ langjährigen Aufenthalt in einem Internat für Schwererziehbare, macht mit ihrem Stiefbruder gemeinsame Sache und versucht ihr erneut etwas anzuhängen. Damit kommt Liz klar ... aber wie soll sie mit dem unerwarteten Interesse des verführerischen Stufensprechers Elijah umgehen? Oder damit, dass einige Mädchen einfach nicht mehr aus dem Schlaf erwachen und das Erbstück ihrer Eltern der Grund dafür zu sein scheint? Ausgerechnet diese Taschenuhr erregt die Aufmerksamkeit des begehrten Stufensprecher Elijah. Von ihm umworben und von Jonah verfolgt, wird Liz schließlich mit dem Grauen konfrontiert, über das ihre Familie seit Jahrhunderten wacht."
Könnten Spoiler enthalten...
Liz ist eine Person, die von vielen Ängsten fest im Griff gehalten wird, aber trotz allem gerne mutig wäre. Sie hat eine sehr lange Zeit in einem Schwererziehbareninternat und ist noch immer traumatisiert von diesen Erlebnissen. Auch Ereignisse aus ihrer Vergangenheit, die sie aber verdrängt, lässt sie noch immer nicht aus ihren Klauen. Zum Beispiel ihre Eltern, die bei einem Brandt ums Leben gekommen sind. Ihre neue Familie, Tante und Onkel, verraten ihr nicht das was
sie zu wissen scheinen. Nur langsam kommt alles ans Licht. Während dessen bekommt man die Entwicklung von Liz mit, die sich gegen ihre Ängste stellt und bekämpft. Trotz allem kommt ihre Kindheit und die Zeit bei ihrem Onkel und ihrer Tante, kaum zu Tage und nur schemenhaft bekommt man mehr von Liz als Person ohne Ängste mit, die sie das ganze Buch hinweg fesseln. Erst am Ende löst sich das Geheimnis um alles, was Mahre sind und dass es davon zwei Arten gibt. Tagmahr und Nachtmahr, die sich natürlich nicht ausstehen können und sich immer wieder gegenseitig bekämpfen. Dabei wird auch enthüllt, was für eine wichtige Rolle Liz in dem Ganzen spielt und welche Intrigen in all den Jahren um sie herum gesponnen worden.
Zwar ist das ganze Buch hinweg von Jean Sarafin spannend geschrieben, und immer wieder gab es Hochs und Abs, aber mir ist Liz etwas zu sehr einsam und auf sich bezogen. Mich stört es ein klein wenig, dass man nichts aus ihrer Vergangenheit erfährt, um wirklich ihre Ängste zu verstehen, oder zu mindestens es nicht bis auf das letzten Kapitel raus zu schieben und dies alles auf ihre Nachtmahrnatur zu erklären, was sie für mich noch zu einer Person macht, die ich nicht greifen kann- Und ebenfalls wird dadurch leider der Flair der Fantasygeschichte um die Geheimnisse der Träume etwas abschwächt.
Aber noch ein großes aber, ich werde mir noch den zweiten vornehmen (somit auch den dritten und letzten dieser Reihe ;)) und hoffe, dass sich dort alles lüftet, was mir im ersten Teil ins Auge gesprungen ist.
Für jeden gedacht, der sich mit Alpträumen, im allgemeinem Träume, Ängsten, Liebe und Fantasy beschäftigt, ist das ein außergewöhnliches Buch, was wahrscheinlich keineswegs so bekannt ist, wie es sein könnte, dass empfehlenswert ist, trotz meiner Kritiken, die schließlich nur die eigene Wahrnehmung entspricht.

Verlag: Elysion Verlag
Autor: Sean Sarafin
Preis: 19,95 Euro

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